Russland plant ein weiteres Atomkraftwerk im Ausland

Russland ist seit vielen Jahren eines der Länder, die einen großen Teil ihres Bedarfs an elektrischer Energie aus Atomstrom beziehen. Die russische Regierung will nicht nur in der Region sondern auch weltweit ihre Vormachtstellung in der Branche der Atomenergie ausbauen und baut daher nicht nur auf dem Territorium der russischen Föderation, sondern auch im Ausland weitere Atomkraftwerke. Bisher haben russische Konzerne in China, in Bulgarien, im Iran und in Indien Kraftwerke errichtet. Einer der global Player in dieser Branche ist der Energiekonzern Rosatom, der nun kürzlich erst bekannt gegeben hat, dass die Expansionspläne weiterhin bestehen. Auf einer Pressekonferenz stellten die Verantwortlichen von Rosatom ihr Projekt vor, in Weißrussland ein neues Atomkraftwerk zu planen und zu bauen. Ende des Jahres sollen die Verträge mit Weißrussland unterschrieben werden. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind ohnehin sehr eng und gut, deshalb liegt es nahe, in dem befreundeten Nachbarland auch Fuß zu fassen.


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Mit der Ausführung des Projektes der Rosatom wird der Kraftwerkbauer Atomstroyexport betraut werden. Ein erster Reaktor soll in der weißrussischen Stadt Grodno nahe der polnischen Grenze gebaut werden. Dieser Meiler soll 1.000 Megawatt liefern und bereits im Jahr 2016 in Betrieb genommen werden. Die aktuellen Pläne sehen vor, dass zwei Jahre nachdem das Werk in Grodno ans Netz geht, ein weiterer Atommeiler in Weißrussland in Betrieb genommen werden soll. Gemeinsam sollen die beiden Kraftwerke dann den kompletten Strombedarf des osteuropäischen Landes decken können. Die Rosatom, die bei ihrer Expansion eng mit der russischen Regierung zusammen arbeitet, hat weiterhin ihre ferneren Zukunftspläne vorgestellt, welche ein drittes Atomkraftwerk auf weißrussischem Territorium in einigen Jahren vorsehen. Für Weißrussland und seine Energiewirtschaft würde dieser Schritt dann bedeuten, dass Energie ins Ausland verkauft werden kann und sich die Import-Export-Bilanz des Landes verbessert.